15. Juni 2010
Rubrik: Seelsorgeeinheit

Mehrwert Spiritualität

Als Seelsorgerin oder Seelsorger tätig zu sein

Als Seelsorgerin oder Seelsorger tätig zu sein, ist eine sehr vielseitige, spannende, aber auch herausfordernde Aufgabe. In einer immer komplexer werdenden Welt mit immer individuelleren Bedürfnissen gilt es einerseits am Puls der Zeit zu bleiben, andererseits sich auch bewusst zu sein, dass der christliche Glaube eine Quelle ist, die viel tiefer gründet als viele der momentanen Zeitströmungen.

Darum ist es wichtig, als Seelsorger/in immer auch wieder mal im täglichen Betrieb inne  zu halten, Inseln der Ruhe zu schaffen, wo es möglich ist die Wasser dieser tiefer liegenden Quelle auch anzuzapfen.

Daneben sind grössere Gefässe wertvoll, wo man als Seelsorger/in auftanken, sich aber auch weiterbilden kann. Dazu gehört die jährlich stattfindende Dekanatsweiterbildung. Alle SeelsorgerInnen unseres Dekanats fahren dazu für zweieinhalb Tage weg. Nebst dem Weiterbildungsteil bilden die gemeinsam gelebten Gebets- und Gottesdienstzeiten, wie auch der gesellige Austausch unter BerufskollegInnen einen wichtigen Bestandteil dieser wertvollen Tage.

Das Thema der diesjährigen Tagung vom 21.-23. Juni heisst: „Mehrwert Spiritualität“. Prozesse von Teams, Projekten, Gremien und Gruppen zu leiten oder mit zu gestalten gehört zu den Alltagsaufgaben von pastoral Tätigen, oft verbunden mit dem Anspruch, Spiritualität einzubeziehen. Doch wie unterscheidet sich die Sitzung von einer Gemeinderats- oder Schulkommissionssitzung? Gibt es so etwas wie einen „Mehrwert“ Spiritualität in unserem pastoralen Sitzungsalltag?

Als Seelsorger bin ich froh und dankbar, mich mit meinen KollegInnen mit diesen wichtigen Fragen auseinander setzen zu können und wertvolle Impulse für meine Arbeit zu erhalten.

Von: Hans Brändle

<- Zurück zu: News